Zichorie – Wintersalat

Chicorée selbst anbauen

DieZichorie Gemeine Wegwarte oder Gewöhnliche Wegwarte (Cichorium intybus), auch Zichorie (von lateinisch cichorea) gehört in die Familie der Korbblütler. Ihre Blüten haben so gut wie keinen Geschmack und werden schnell welk, aber Sie können zur Salatdekoration verwendet werden. Die bitteren Blätter geerntet zeitig im Frühjahr eignen sich für den Salate oder Omelettes, später dann werden Sie immer bitterer und zäher.

Aus den Wurzeln wird der beliebte Zichorien Kaffee gebrüht. Dazu werden die Wurzeln gesäubert, klein geschnitten, getrocknet und in einer Pfanne langsam geröstet. Erst dann können die Wurzelstücke vermahlen und heiß aufgebrüht werden.

Die Bitterstoffe der Pflanze sind appetitanregend, helfen die Verdauung anzuregen und Giftstoffe auszuleiten. Sozusagen eine Wegbegleiterin fürs Leben.

Chicorée Triebe selbst ziehen,

eignet sich im späten Herbst/ Winter vor dem Frost. Damit die "Wintersalat-Ernte" im Keller gesichert ist. Dazu werden die Zichorien Wurzeln ( wie Wegwarte, es geht aber auch Löwenzahn) ausgegraben und von den Blättern befreit. Das obere Grün kurz vor der Wurzel abschneiden und die Wurzeln in ein Gefäß umpflanzen. Dann an einem geeigneten Ort beispielsweise im kühlen Hausflur oder in den Keller kultivieren.

Dort können die Wurzel dann neu austreiben und die Ernte für den Winter ist sicher.

Als Gefäße zum Weiterziehen der Pflanze sind große Blumentöpfe geeignet. Solch ein Gefäß wird mit Erde oder Sand aufgefüllt. Die Wurzeln werden dort hinein gesteckt, so das die abgeschnittenes Grün nach oben etwas rausschaut und  im Anschluss gut angegossen.
Das Gefäß sollte für die nächste Zeit entweder abgedeckt werden, dazu einen zweiten leeren Topf über das Ganze stulpen, oder an einem völlig dunklen Ort (12 bis 18 °C) stellen. Würde jetzt Licht an die jungen Pflanzentriebe gelangen, können sich sehr viele Bitterstoffe entwickeln und die Ernte wäre weniger schmackhaft.

Wintersalat

Zutaten für 2 Personen

1-2 Stauden oder eine handvoll Chicoréeblätter
( hier aus meinem Keller)
handvoll Austernseitlinge
handvoll Samtfußrübling oder Enoki
2 EL Olivenöl
Bergsalz und frisch gemahlener Pfeffer
( ich nehme Wildpfeffer, den ich aus Madagaskar mitgebracht habe)

1EL eingemachte Preiselbeeeren
1-2 EL Apfelessig
etwas Honig

 

 

Den Chicorée und Löwenzahnwurzeln hab ich im Herbst in einem Blumentopf gepflanzt. So wächst er jetzt bei mir im Keller. Ich schneide ihn mit einer Schere ab, und wasche ihn kurz unter fließendem kalten Wasser. Wer mag kann ihn klein schneiden, oder in Stücke rupfen.

Die Pilze evtl. nochmals putzen, wenn Ihr das nicht schon im Wald gemacht habt, und in mundgerechte Stücke schneiden.
In einer heissen Pfanne mit Öl, die Pilz rundherum goldbraun braten, und mit Salz und Pfeffer würzen.

Preiselbeeren mit dem Essig und dem Honig verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Alle Zutaten anrichten und mit den Preiselbeeren beträufeln.

Wer mag kann noch gebratenen Speck darüber streuen! Guten Appetit!

Samtfussrübling Wintersalat

Flammulina velutipes

Der Samtfußrübling ist ein wohlschmeckender Winter - Speisepilz,

den ich sehr gerne in seiner Jahreszeit sammle. Er schmeckt leicht säuerlich und nussig. Zum Glück wächst er meist büschelweise, und man kann viele von den kleinen zarten Hüten abschneiden. Die Stiele sind sehr zäh, und die lässt man am besten gleich im Wald.
Meist sind die Hüte klebrig feucht,  deshalb muss man sie länger in der Pfanne braten, bis sie eine bräunliche Farbe bekommen.

Vor allem in Ostasien ist er sehr beliebt und dort kultiviert. Man kennt ihn unter dem Namen
" Enoki-Take"

Er wird sehr geschätzt wegen seiner medizinischen Eigenschaften als Heilpilz. In Studien hat man festgestellt, daß er immunstärkend wirkt, und das Wohlbefinden bei krebskranken Menschen stärkt. Weiterhin wird er angewendet zur Behandlung von Bluthochdruck, Lebererkrankungen, und Thrombosen. Auch als Radikalfänger wird er eingesetzt.  Hierzu empfehle ich euch weiter unten noch ein paar Bücher!

 

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